17.05.2015 , 20:54:00 Uhr - Information - EliT

Titelparty in Berlin: Die Füchse holen sich den EHF-Pokal

In einem packenden Finale holten sich die Füchse Berlin ihren ersten internationalen Titel. Die Haupstadthandballer überzeugten auf allen Positionen und gewannen mit 30:27 (16:13) gegen den HSV Hamburg. Vor den heimischen Fans waren Konstantin Igropulo und Petar Nenadic mit jeweils sechs Toren am erfolgreichsten für ihre Mannschaft. Auf Seiten der Hamburger war Kentin Mahe mit zehn Treffern der beste Schütze.

Um 17:30 Uhr wurde das Finale des EHF-Pokals zwischen den Füchsen Berlin und dem HSV Hamburg in der Berliner Max-Schmeling-Halle angepfiffen. Schon vor Beginn der Partie war in der Halle spürbar, dass es in den kommenden 60 Minuten um einiges gehen würde. Zunächst sorgte Bollmer, begleitet von einer Lasershow und Feuerwerk, mit der Hymne des diesjährigen Finalturniers „Flieg mit mir“ für Stimmung. Es folgte der Einmarsch beider Teams und im Anschluss daran startete das heiß ersehnte Endspiel.

Sowohl die Hamburger als auch Berliner waren hochmotiviert. Die Hanseaten hatten Anwurf und damit die Chance, das erste Tor des Spiels zu erzielen. Die Berliner agierten in einer 5:1-Abwehr, wobei Mattias Zachrisson Kentin Mahe kurz deckte. Adrian Pfahl nahm sich dann den Wurf, verfehlte jedoch das Tor. Auf der Gegenseite netzte Konstantin Igropulo ein, der nur wenige Sekunden später nach einer Parade von Heinevetter auch zum 2:0 traf. 

In den ersten Minuten beherrschten die Füchse das Spiel und führten nach einem Treffer von Paul Drux, der auf Halbrechts eingelaufen war und völlig frei zum Wurf kam. In Unterzahl-  Simicu musste auf die Bank - war es dann Kentin Mahe, der sich auf Seiten der Hamburger ein Herz fasste und mit einem grandiosen Unterarmwurf den Anschlusstreffer erzielte.

Schlag auf Schlag ging es weiter. Konstantin Igropulo machte in der vierten Minute bereits sein drittes Tor und stellte die Zwei-Tore-Führung wieder her. Silvio Heinevetter parierte den nächsten Ball des HSV und spielte den langen Pass auf Zachrisson, der dann von Alexandru Simicu von der Seite umgestoßen wurde. Der Hamburger bekam nach diesem Foul nach nur sieben gespielten Minuten bereits die zweite Zeitstrafe. 

Diesen Vorteil spielten die Füchse sauber aus und Mattias Zachrisson traf von Rechtsaußen. Auch in Überzahl taten sich die Hamburger schwer, die Lücke in der Berliner Deckung zu finden, holten aber einen Siebenmeter heraus. Kevin Schmidt trat erneut gegen Silvio Heinevetter an, versuchte es mit einem Heber aber der Ball ging nur an die Latte. Heinevetter spielte den schnellen Pass nach vorn und Igropulo überwand Johannes Bitter im Tor des HSV mit einem Dreher. So erhöhte er den Vorsprung seines Teams auf 6:3.

In der Folge begann Dagur Sigurdsson zu wechseln: Jesper Nielsen, der nach seiner Krankheit in den Kader zurückgekehrt war, verschaffte Paul Drux in der Abwehr eine Pause und Fabian Wiede kam für Konstantin Igropulo. Auf der gegnerischen Seite brachte Jens Häusler Pascal Hens auf Halblinks, um neue Akzente zu setzen. Den Füchsen passierten in dieser Phase des Spiels zu viele einfache Fehler, wodurch die Hamburger dank eines Doppelschlags von Flohr den Ausgleich und per Siebenmeter durch Kentin Mahe die Führung erzielten.

Dann wurde es mucksmäuschenstill in der Berliner Max-Schmeling-Halle. Im Kampf um den freien Ball war Davor Dominikovic mit Fredrik Petersen zusammengestoßen und blieb schreiend am Boden liegen. Der Kroate musste das Spielfeld verlassen und wurde mit Verdacht auf Oberarmbruch in ärztliche Behandlung übergeben.

Nach diesem Augenblick des Schreckens kam dann die Zeit des Petar Nenadic. Der Spielmacher der Füchse drehte komplett auf, erzielte fünf Tore für die Hauptstadthandballer und leistete damit einen entscheidenden Beitrag zur Fünf-Tore-Führung seiner Mannschaft beim Stand von 15:10 in der 25. Minute.

Für Jens Häußler war das genug. Er zog die grüne Karte, um seine Truppe wieder auf Kurs zu bringen. Für Johannes Bitter kam nun Max Henri Herrmann ins Tor der Hamburger. Die Auszeit schien zu fruchten, da die Hanseaten bis zur Halbzeit auf 13:16 verkürzten. Aus der Kabine kamen beide Mannschaften wieder voll motiviert zurück aufs Parkett. Evgeni Pevnov suchte sich hellwach die Lücke am Kreis und erhöhte auf 17:13. Heinevetter überzeugte wie auch schon in der ersten Halbzeit und konnte den Hamburgern das ein oder andere Mal den Wind aus den Segeln nehmen. Damit ermöglichte er seiner Mannschaft die 19:15-Führung. Die Hamburger Abwehr musste nun aggressiver agieren, um die Berliner in dieser Phase des Spiels ausbremsen zu können. Das hatte zur Folge, dass Simicu in der 37. Minute seine dritte Zeitstrafe kassierte und mit rot hinter der Bank Platz nehmen musste. 

Die Hamburger ließen sich aber nicht unterkriegen und kämpften weiter um jeden Ball. Vor allem Kentin Mahe und Johannes Bitter taten sich hervor und führten ihr Team wieder zum 21:19 an die Füchse heran. Bitter schien zur unüberwindbaren Hürde für die Berliner zu werden. Das Spiel drohte zu kippen und Adrian Pfahl gelang der Anschlusstreffer.

Füchse-Trainer Sigurdsson entschied sich, Stochl für Heinevetter im Tor zubringen und dieser parierte auf der Stelle einen freien Konter von Torsten Jansen. Die Zuschauer spürten, dass die Füchse jegliche Unterstützung gebrauchen konnten und holten ihrerseits alles aus sich heraus. In der ganzen Halle waren nur noch „Füchse“-Rufe zu hören. 

Sigurdsson nahm das Timeout, doch Bitter hielt den folgenden Wurf von Horak und Kentin Mahe glich im Gegenzug zum 21:21 aus. Keiner der beiden Mannschaften gelang es, sich entscheidend abzusetzen. Erst Paul Drux konnte in der 54. Minute den Treffer zum 26:24 setzten und verschaffte den Füchsen so erneut eine Zwei-Tore Führung. Doch dann gelang Hamburg abermals der Anschluss. Die Füchse behielten die Nerven und vor allem den Youngsters Paul Drux und Fabian Wiede war es zu verdanken, dass die Hauptstadthandballer in Führung blieben. 

Erst in der 59. Minute konnte Kentin Mahe am Siebenmeterpunkt wieder zum 27:28 verkürzen. Wiede traf allerdings schnurstracks auf der Gegenseite von Halbrechts und Petr Stochl ließ den Ball nicht mehr ins Tor. Noch 55 Sekunden standen auf der Anzeigetafel. Der HSV Hamburg spielte eine Manndeckung. Fredrik Petersen tippte den Ball nach vorne, Dagur Sigurdsson nahm die Auszeit. Noch 36 Sekunden trennten die Berliner vom EHF-Pokal. Paul Drux tankte sich durch bis an den Kreis und erzielte den dreißigsten Treffer. Bitter spielte den Ball noch einmal schnell nach vorne. Doch Petr Stochl war erneut zur Stelle. Die Halle tobte, die letzten fünfzehn Sekunden liefen herunter. Abpfiff! Die Füchse Berlin besiegen im Finale des EHF-Pokals den HSV Hamburg mit 30:27 und sichern sich damit den zweiten Titel der Vereinsgeschichte in heimischer Halle gemeinsam mit ihren Fans. 

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