08.09.2017 , 12:43:00 Uhr - Information - pb

Matchwinner Fäth ist nach Derbysieg in Magdeburg nun als Touristenführer gefragt

In Magdeburg bester Mann: Füchse-Spieler Steffen Fäth In Magdeburg bester Mann: Füchse-Spieler Steffen Fäth
Zwei Spiele, zwei Siege, darunter der fulminante Derbyerfolg gegen den SC Magdeburg. Die Füchse Berlin sind hervorragend in die neue Bundesliga-Saison gestartet. Nach dem 30:26 (13:13)-Auswärtssieg beim SCM ist die Stimmung dementsprechend gut.

Sie ließen sich auf der Rückfahrt natürlich nicht die Laune verderben. Daran konnte auch der einstündige Stau am späten Abend auf dem Rückweg von Magdeburg nach Berlin nichts ändern. Im Teambus herrschte ausgelassene Stimmung. „Wir haben schon ein bisschen gefeiert“, gibt Steffen Fäth am Tag danach zu, „aber es war alles im Rahmen.“

Fäth hatte großen Anteil daran, dass die Berliner seit 2013 endlich mal wieder zwei Punkte aus Sachsen-Anhalt entführten. Mit zehn blitzsauberen Treffern war der 27-Jährige der Mann des Abends. Hinterher sagte der Nationalspieler: „Zehn Tore schießt man nicht alle Tage. Das war einfach ein guter Tag - für mich und für uns alle. Ich freue mich, dass ich dem Team helfen konnte. Alles hat gestimmt. Wir sind als Mannschaft total gut aufgetreten und haben die Magdeburger demoralisiert.“

Vor allem in den Unterzahlsituationen zogen die Berliner den Magdeburgern regelrecht den Zahn. Gleich zwei Mal spielten das Team von Velimir Petkovic mit nur vier Feldspielern gegen sechs Magdeburger – und ging sogar mit 2:0 aus diesen Situation raus. „Unser Pluspunkt war, dass wir die Unterzahlsituationen gewinnen konnten“, befand Fäth. „Danach wurde es plötzlich ganz still in der Halle. Die Atmosphäre war umgeschwenkt und das Momentum auf unserer Seite.“ So kamen die Füchse folglich zum zweiten Sieg im zweiten Saisonspiel.

Aber nicht nur Fäth, sondern auch seine Kollegen legten „eine ganz starke Teamleistung hin“, wie auch Füchse-Trainer Petkovic erkannte. „Ich bin sehr stolz auf meine Jungs. Der Kampf und die Einstellung war überragend.“ Und das, obwohl bei den Füchsen Paul Drux, Drago Vukovic und Fabian Wiede noch nicht bei 100 Prozent sind, Silvio Heinevetter angeschlagen war und Hans Lindberg sowie Bjarki Elisson fehlten. Füchse-Geschäftsführer Bob Hanning: „Ich bin positiv überrascht. Wir haben sogar noch Luft nach oben.“

Auch Fäth gab zu: „Mit diesem deutlichen Sieg habe ich so auch nicht gerechnet. Wir haben das echt sehr stark und cool runtergespielt.“ So kann es aus Füchse-Sicht und auch für Fäth gerne weitergehen.

Am freien Wochenende ist der Rückraumspieler gleich wieder gefragt - und zwar als Touristenführer. Seine Schwester und deren Ehemann sind zu Besuch und drückten auch in Magdeburg eifrig die Daumen. „Mal sehen, was wir uns so anschauen werden", sagt Fäth.

Die Hauptstadthandballer sind Tabellenzweiter und haben ein Spiel weniger ausgetragen als die Konkurrenz. In neun Tagen geht es für die Berliner mit dem Gastspiel in Hüttenberg weiter. „Das spielt uns in die Karten“, sagt Petkovic, „wir hoffen jetzt, dass die Verletzten zurückkehren.“

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