12.11.2016 , 21:21:00 Uhr - Jugend - CG

Füchse-Nachwuchs höchst erfolgreich am Samstag

Tim Matthes in AktionTim Matthes in Aktion
Die A-Jugend der Füchse Berlin hat beim Spitzenspiel am Samstag gegen die SG Flensburg-Handewitt einen knappen 30:29 (16:13)-Sieg eingefahren. Damit bleibt das Team von Bob Hanning weiterhin Tabellenführer der Jugend-Bundesliga in der Staffel Nord. Die B-Jugend-Auswahl des Handball-Verbandes Berlin hat am Samstag das Leistungsturnier der neuen Bundesländer gewonnen.



A-Jugend gewinnt Spitzenspiel

Es war ein Jugend-Handballspiel auf hohem Niveau. Die Jungfüchse waren gut vorbereitet und zeigten sich deutlich präsenter als beim vergangenen Top-Spiel gegen Burgdorf, das sie mit zwei Toren verloren hatten. Sie haben gut vorne gespielt, allerdings hatte Mark Ferjan im Tor nicht seinen besten Tag und musste schon nach wenigen Minuten den Platz für Joshua Rau räumen, der fortan eine gute und stabile Torhüterleistung zeigte.

Das einzige Manko der Füchse waren zu diesem Zeitpunkt die nicht verwandelten aber gut herausgespielten Chancen, sodass sie gefühlt höher als mit 16:13 in Pause hätte gehen müssen. Hannings Jungs mussten ohne Jakob Knauer, der eine schwere Bandverletzung hatte und auch ohne Julius Schröder sowie Yannik Pust antreten. Die Kaderschwächung konnten sie offenbar gut ausgleichen, auch, weil mit Aaron Krai und Lukas Hopp zwei Spieler aus dem jüngeren Jahrgang mitreisten.

Die zweite Halbzeit begann in Unterzahl und trotzdem haben die Berliner den Vorsprung weiter auf 18:13 erhöhen können. Anschließend verfielen sie leider in alte Muster: zu viele technische Fehler, einige Bälle liegengelassen und damit den Flensburger Nachwuchs sowie das Flensburger Publikum wieder voll ins Spiel integriert.

Mit Beginn des letzten Spielabschnitts konnten die Gäste das Ergebnis allerdings wieder auf drei Tore ausweiten, bekamen dann aber in der Schlussphase eine fragwürdige Zeitstrafe gegen Tim Matthes sowie eine unnötige gegen Tim Rozman. Auch wenn das Zeitstrafenverhältnis mit 6:2 aus Sicht der Hauptstädter etwas ungleich aussah, war die Leistung der beiden Schiedsrichter Steven Heine und Sascha Standke ansonsten tadellos und wirklich sehr gut. Und trotz der häufigen Unterzahl auf dem Feld konnten sich die Jungfüchse 15 Sekunden vor Schluss wieder auf zwei Tore absetzen, sodass das letzte Flensburger Tor nicht als Ergebniskosmetik war.

„Nach dem Burgdorf-Spiel war es natürlich eine schwierige Aufgabe. Die Bereitschaft der Jungs zur Veränderung war aber deutlich spürbar, wenngleich es mir noch an zu vielen Ecken und Enden fehlt. Ich bin mir aber sicher, dass wir sehr hart daran arbeiten werden und eine souveränere Rückrunde spielen können.“, sagte Bob Hanning.



B-Jugend gewinnt Leistungsturnier

Die Auswahl des Handball-Verbandes Berlin, der fast komplett aus dem 2000er-Jahgrang (und jünger) der Füchse-B-Jugend besteht, hat das prestigeträchtige Leistungsturnier der neuen Bundesländer in Magdeburg gewonnen. Durch fünf Siege bei fünf Spielen konnte sich das von Bob Hanning und Volker Zerbe trainierte Team größtenteils souverän gegen Brandenburg (23:17), Sachsen-Anhalt (16:12), Sachsen (12:10), Mecklenburg-Vorpommern (13:12) und Thüringen (23:6) durchsetzen.

Im ersten Spiel sind die Jungs überhaupt nicht gut in die Partie hereingekommen, sie waren nicht präsent, vielleicht hatte das etwas mit der frühen Anreise zu tun. Morgens ist das Team um 6:30 Uhr von der Lilli-Henoch-Halle in Hohenschönhausen losgefahren, um 10 Uhr begann das erste Spiel. Sie waren gefühlt nicht zugegen, trotzdem konnte das Team noch mit sechs Toren gegen die Brandenburger Auswahl gewinnen.

Das zweite Spiel war viel besser – vor allem die Abwehr stand phasenweise wirklich gut. Das starke Team aus Sachsen-Anhalt konnte so besiegt werden, nichtsdestotrotz häuften sich auf der Berliner Seite zu viele technische Fehler und Fehlwürfe.

Gegen Sachsen wurde knapp mit 12:10 gewonnen, 15 Minuten haben Zerbes Jungs sehr guten Handball gespielt, im Angriff wurden sauber Kombinationen gespielt. Die Konsequenz war eine starke 10:6-Führung. Im Anschluss ist leider der Faden gerissen, die Konsequenz nahm ab und es wurde ein enges Spiel. Trotzdem haben sich die Berliner aus dem „Loch“ wieder herausgekämpft und sich auch mit Hilfe des hervorragend parierenden Tim Folgmann mit zwei Toren durchgesetzt.

Als nächstes stand das körperlich starke Team aus Mecklenburg-Vorpommern auf dem Programm. Unser 2000er-Jahrgang hat wieder gut agiert und trotz der körperlichen Unterlegenheit „gegen Hünen“ stark gedeckt. Technische Fehler des Gegners haben immer wieder dazu geführt, dass wir ein leichtes Angriffsspiel hatten. Es war auf jeden Fall eine wichtige Erfahrung für die Jungs, ein enges Spiel für sich zu entscheiden, wobei die eigenen Fehler erst dazu geführt haben, dass es überhaupt eng war.

Das letzte Spiel gegen Thüringen war am Ende eine einfaches und wurde 23:6 gewonnen. Mit Thüringen stand der vermeintlich schwächste Gegner auf dem Feld und die Partie galt als eine Pflichtaufgabe.

„Es hat heute wirklich Spaß gemacht, wir konnten sehen, woran wir noch arbeiten müssen und was schon gut läuft. Auf jeden Fall war es eine gute Standortbestimmung für den Länderpokal im Dezember.“, sagte Trainer Volker Zerbe.

Auch der zweite Auswahltrainer Bob Hanning, der mit seiner A-Jugend der Füchse in Flensburg zu Gast war, zeigte sich zufrieden mit dem Turniersieg. „Die B entwickelt sich Schritt für Schritt weiter, ohne Aaron Krai und Lukas Hopp, die mit in Flensburg weilten, konnten sie das nächste Lernplateau erreichen. Man merkt der Mannschaft aber an, dass viele Dinge noch nicht selbstverständlich sind und es sicherlich noch ein halbes Jahr dauern wird, bis einzelne Spieler wirklich angekommen sind.“

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