22.02.2015 , 20:30:00 Uhr - Information - SVn

Kantersieg im Europapokal - Füchse besiegen Vojvodina

Mit einem souveränen Heimsieg gegen den HC Vojvodina haben die Füchse Berlin im EHF-Pokal den zweiten Sieg im zweiten Vorrundenspiel der Gruppe C gefeiert. Beim 37:22 (18:11)-Kantersieg hatten die Berliner keinerlei Probleme und führten bereits zu Beginn der zweiten Halbzeit die Entscheidung herbei. Beste Torschützen der Füchse vor 6453 Zuschauern in der Max-Schmeling-Halle waren Pavel Horak mit acht und Konstantin Igropulo mit sechs Treffern. Bei den Gästen steuerte Uros Elezovic sieben Tore bei. 

Filip Marjanovic erzielte zwar die Führung für den HC Vojvodina, welcher allerdings der vorerst letzte Treffer sein sollte. Denn nach fünf Minuten fanden die Füchse auf die Siegerstraße und starteten eine Serie. Besonders herausragend agierte Pavel Horak. Der tschechische Rückraumspieler traf mit seinem starken Wurf nahezu nach Belieben und sorgte mit einem Dreierpack nach acht Minuten für das 5:1. 

Eine frühe Auszeit von Gästetrainer Dorde Cirkovic war die logische Konsequenz aufgrund des Spielverlaufs. Den Gästen gelang nur wenig gegen den stabilen 6:0-Block der Berliner. Kontinuierlich erhöhten die Füchse ihren Vorsprung. Sie erspielten sich leichte Anspiele am Kreis, entweder verwandelte Jesper Nielsen selbst oder holte den Siebenmeter heraus. Zusätzlich blieben die Hausherren flexibel in den Offensivaktionen. Iker Romero und Paul Drux setzten sich ebenfalls aus der zweiten Reihe in Szene und erhöhten nach 14 Minuten auf 10:4. 

Vojvodinas Schlussmann Miroslav Kocic sorgte währenddessen mit mehreren Glanztaten dafür, dass sich die Füchse nicht auf zehn Treffer absetzen konnten. Dessen Vordermänner vergaben dennoch zu viele Würfe oder blieben an der Füchse-Defensive respektive Torhüter Petr Stochl hängen. Derweil brillierten Konstantin Igropulo und Jesper Nielsen. Der russische Nationalspieler legte auf den schwedischen mit einem gefühlvollen Heber auf, welcher den Ball selbst mit feinem Händchen über Torhüter Kocic beförderte. 

Bei Vojvodina überzeugte weniger das Kollektiv, vielmehr waren es Einzelaktionen, die zum Torerfolg führten wie beim wurfgewaltigen Sergo Datukashvili aus dem rechten Rückraum. So behaupteten die Füchse weiterhin souverän ihren Vorsprung in die Halbzeitpause. Ein ähnliches Bild ergab sich auch im zweiten Durchgang. Konstantin Igropulo erhöhte für die Hausherren mit einem Doppelschlag. Nur wenige Minuten später sorgten die Füchse für die Zehn-Tore-Führung. Dieser Treffer zum 21:11 nach 35 Minuten galt dem Füchse-Eigengewächs Tom Skroblien, der zum ersten Mal in der 1. Mannschaft traf. Die Partie war somit bereits frühzeitig entschieden, die Körpersprache der Gäste gab deutlich zu verstehen, dass sie bereits mit dem eigenen Auftreten resignierten. 

Weiterhin waren es nur die Einzelkönner aus dem Rückraum wie Stankovic und Elezovic, die für die Tore zuständig waren. Doch mit einer schwachen Defensivleistung machten sie es den Füchsen weiterhin einfach, den hohen Vorsprung zu halten. So erarbeitete sich der weiterhin torhungrige Pavel Horak immer wieder Freiraum, teilweise indem er einfach um den Block von Vojvodina kurvte und somit seinen achten Treffer erzielte. 

Des Weiteren zeichnete sich Silvio Heinevetter aus, der beim Seitenwechsel für Petr Stochl ins Tor gewechselt war. Der Rest war ein einziges Schaulaufen für die Zuschauer, ohne allerdings nachlässig zu werden. Die Gäste aus Serbien, die bereits das erste Vorrundenspiel verloren hatten, wünschten sich nur noch den Schlusspfiff herbei und wurden nach Evgeni Pevnovs Heber zum 37:22-Endstand von ihren Leiden erlöst. In der nächsten Woche kommt es dann zum ersten vorentscheidenden Spitzenspiel der Füchse Berlin in Skjern. Die Dänen gewannen am Sonntag gegen Porto und haben wie die Füchse 4:0 Punkte in der Gruppe C. 

Füchse Berlin - Vojvodina Novi Sad 37:22 (18:11) 

Füchse Berlin: Horak 8, Igropulo 6, Pevnov 5, Nenadic 4, Nielsen 4, Skroblien 3, Romero 2, Weyhrauch 2, Drux 2, Petersen 1
Vojvodina Novi Sad: Elezovic 7, Orbovic 3, Marjanovic 3, Arsenic 2, Nikolic 2, Stankovic 2, Datukaschwili 2, Lazovic 1 

Zuschauer: 6453
Strafminuten: 4 / 6

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