#machsbesser

Füchse starten Kampagne für Gesundheit und Prävention

In der Hinrunde der Saison 2015/2016 haben die Füchse Berlin eine neue Kampagne gestartet: #machsbesser. Gemeinsam mit der AOK Nordost, Biotronik und SERVIER sollen Gesundheits- und Sozialthemen ins Bewusstsein der Handballfans gerückt werden.



Die Füchse wissen: Erfolge hängen davon ab, dass jeder Einzelne Verantwortung übernimmt, das Zusammenspiel aller dabei aber nicht aus den Augen verloren werden darf. Mitglieder des Beirats haben aus dieser Erfahrung heraus eine Initiative entwickelt: Die Füchse kämpfen so in dieser Saison nicht nur um Tore und Punkte, sondern auch dafür, das Leben und Zusammenleben ein wenig besser zu machen: "Mit der Kampagne #machsbesser setzen wir uns gemeinsam mit den Kooperationspartnern AOK Nordost, Biotronik und SERVIER für eine bessere Prävention und Früherkennung von Krankheiten und für Chancengleichheit ein", so Jürgen Graalmann, Beiratsmitglied und Mitinitiator der Kampagne. Die Füchse sind dabei nicht nur die Überbringer der Botschaft, sondern setzen selbst seit vielen Jahren Zeichen: "Durch unsere vereinseigene Jugendarbeit und unser Engagement in den Schulen zeigen wir beispielsweise schon seit einigen Jahren, wie Integration über den Sport gelingen kann", sagt Bob Hanning. "Da war es naheliegend, unser Engagement breiter aufzustellen und andere soziale, aber auch gesundheitliche Aspekte miteinzubeziehen", so der Geschäftsführer der Füchse. Gemeinsames Anliegen der Kooperationspartner ist es, gesellschafts-, sozialpolitische und Gesundheits-Themen in einem lebensnahen, lockeren und freizeitorientierten Umfeld zu platzieren.

Der erste Aktionstag

Ein erster Aktionstag fand im Rahmen des Heimspiels gegen den ThSV Eisenach am 27. Dezember 2015 statt. Im Mittelpunkt stand das Thema Cholesterin - und damit einhergehend auch gesunde Ernährung. Im Vorfeld des Aktionstages trafen sich deshalb mehrere Spieler der Füchse zum Kochen - gemeinsam mit Koch und Ernährungsexperte Ronny Pietzner. Auf den Tisch kam ein gesundes 3-Gänge-Menu. Und Ronny Pietzner stand auch am Aktionstag in der Max-Schmeling-Halle Rede und Antwort. Schließlich war Weihnachten gerade vorbei, wo man bekanntlich gut und viel, aber auch fettig isst. Der Ernährungsexperte hatte interessante und umsetzbare Tipps parat, wie man nach den Feiertagen die Weihnachtspfunde schnell wieder hinter sich lässt - und dabei noch etwas für den Cholesterinspiegel tut. Darüber hinaus gab es Informationen zu Cholesterin und wie man den Wert testen kann. Und die Handballfans konnten sich aus der Halle auch noch wertvolle Tipps mit nach Hause nehmen - Thema: Wie setze ich meine guten Vorsätze fürs neue Jahr auch wirklich um?

Der zweite Aktionstag

Beim zweiten Aktionstag wurde das Thema "Herz-Kreislauf" in den Mittelpunkt gestellt. Unter dem Motto „denn jeder Kilometer zählt“ veranstalteten die Füchse mit den Partnern der Kampagne #machsbesser (AOK Nordost, BIOTRONIK und Sanofi) einen Spendenlauf. Dabei verbanden sie den gesundheitlichen Aspekt – laufen stärkt das Herzkreislauf-System – mit dem guten Zweck. Knapp 700 Kilometer wurden von Bundesliga-Spielern, Nachwuchstalenten und Freizeitläufern zurückgelegt, als sie am 30. April am Jahnsportpark ihre Runden drehten. Für jeden Kilometer wurde ein Euro für das Kinder- und Jugendhilfswerk Die ARCHE gespendet. Die Bundesliga-Profis und das Medizintechnikunternehmen BIOTRONIK stockten nochmal auf, sodass der ARCHE ein Scheck im Wert von 2.500 Euro überreicht werden konnte.

Der dritte Aktionstag

Hoch im Kurs standen die Anti-Stressbälle, die #machsbesser-Aktionspartner SERVIER Deutschland im Publikum verteilte. Beim 26:24-Sieg der Füchse gegen den TBV Lemgo brauchte man schon Nerven wie Drahtseile – oder eben Anti-Stressbälle, um nicht aus der Haut zu fahren. Dabei waren die Tausend blauen Bälle nicht nur zum Zerknautschen während des engen Spiels gedacht, sondern vor allem dazu, das Thema Depressionen ins Bild zu rücken. Es galt, die Zuschauer darauf aufmerksam zu machen, wie häufig diese Erkrankung auftritt – und wie wenig die meisten darüber wissen: „Statistisch gesehen erleidet jeder dritte Mensch einmal in seinem Leben eine Depression“, sagt Oliver Kirst, Geschäftsleiter von SERVIER Deutschland. Viele dieser Menschen haben Angst davor, stigmatisiert zu werden und gehen deshalb nicht zum Arzt. Und wenn Sie es doch tun, müssen sie nicht selten bis zu sechs Monate auf eine Behandlung beim Psychotherapeuten warten. „Solch ein eklatantes Versorgungsdefizit wollen und dürfen wir uns in einer solidarischen Gesellschaft nicht leisten“, betont auch Frank Michalak, Vorstandsvorsitzender der AOK Nordost.

Doch nicht nur beim Spiel gegen Lemgo wollten die Partner der #machsbesser-Aktion auf das Thema mentale Gesundheit aufmerksam machen. Bereits beim Spiel gegen Melsungen am Mittwoch davor hatte SERVIER Deutschland einen Scheck zur Unterstützung der Deutsch-Türkischen Gesellschaft für Psychiatrie, Psychotherapie und Psychosoziale Gesundheit (DTGPP) übergeben. Diesen nahm Dr. Meryam Schouler-Ocak, Vorsitzende der DTGPP e. V. und leitende Oberärztin der Psychiatrischen Universitätsklinik der Charité im St. Hedwig-Krankenhaus Berlin dankend entgegen. Die finanzielle Unterstützung soll auch zur Verbesserung der Versorgung traumatisierter Flüchtlinge verwendet werden.

Alle #machsbesser-Beteiligten sind sich einig: Sport kann helfen, Stress abzubauen. Im Profibereich kann er aber auch Stress verursachen. Deshalb war Sportpsychologe Markus Flemming, ehemaliger Profi-Eishockeyspieler, für einen Vortrag bei den Füchse-Nachwuchstalenten (C- bis A-Jugend), um wertvolle Tipps für eine stabile Psyche mit auf den Weg zu geben.

Der vierte Aktionstag

Männer sind Vorsorgemuffel …
… das ist nicht nur statistisch belegt, sondern auch eine große Herausforderung für das deutsche Gesundheitswesen: So zeigen aktuelle Studien zur Männergesundheit, dass das „starke Geschlecht“ in Sachen Prävention und Gesundheitsbewusstsein ziemlich schwach ist. Traditionelle Männerrollen verhindern nach wie vor oftmals die Fürsorglichkeit für den eigenen Körper. Die Aufmerksamkeit für die eigene Gesundheit erwacht meist erst, wenn Beschwerden die berufliche Leistungsfähigkeit beeinträchtigen. Vorsorgeuntersuchungen beispielsweise zur Krebsfrüherkennung und Präventions- sowie Gesundheitsförderungsangebote werden von Männern deutlich seltener in Anspruch genommen als von Frauen.

Das führt dazu, dass Männer rund fünf Jahre früher als Frauen sterben und fast doppelt so oft unter chronischen Erkrankungen leiden. Das Thema Gesundheit mehr ins Blickfeld der Männer zu rücken, war das Ziel der vierten #machsbesser-Aktion. Anliegen der Partner AOK Nordost, Biotronik und SERVIER ist es, gemeinsam mit den Bundesliga-Spielern der Füchse zu zeigen, wie wichtig Sport, Vorsorge und Gesundheitsbewusstsein gerade für die Männer sind. Mit im Boot war der ehemalige Fußball-Nationalspieler Jimmy Hartwig, den die AOK Nordost als Gesundheitsbotschafter gewonnen hat.


Jimmy Hartwig als Botschafter der AOK Nordost

„Durch die professionelle Einbindung von Jimmy Hartwig können wir eine hohe Aufmerksamkeit gerade bei der Zielgruppe der Männer erreichen“, ist sich AOK-Vorstand Frank Michalak sicher. „Nach mehreren überstandenen Krebserkrankungen hat er sich das Thema „Männergesundheit“ auf die Fahne geschrieben und möchte andere für Früherkennungs-, Präventions- und Vorsorgemaßnahmen sensibilisieren. Durch seine authentische, motivierende und unnachahmliche Art schafft er es, männerspezifische Gesundheitsproblematiken ohne den „erhobenen Zeigefinger“ anzusprechen und macht Männern Mut, sich mit der eigenen Gesundheit auseinanderzusetzen.“

Am vierten Aktionstag war Hartwig nicht nur am #machsbesser-Stand für Autogramme zu haben, der Integrations-Botschafter des DFB stand auch allen Männern (und Frauen) persönlich Rede und Antwort zu allen Fragen rund um gesundheitliche Prävention und Vorsorge. Besonders anschaulich wurde er in der Halbzeit der Partie gegen den Bergischen HC, als er alle anwesenden "Kerle" derbe aber herzlich aufforderte, sich untersuchen zu lassen. We like!

Der fünfte Aktionstag

Am 9. Mai findet im Volkspark Friedrichshain der zweite Spendenlauf von #machsbesser statt. Die Füchse-Profis starten von 17 bis 19 Uhr regelmäßig zu Laufrunden, an denen jeder teilnehmen darf. Eine gute Gelegenheit, um sich und anderen etwas Gutes zu tun sowie die Spieler mal näher kennenzulernen ... Startpunkt ist an der Tankstelle am nordöstlichen Ende des Parks in der Margarete-Sommer-Straße.